Tag 6 – Unterricht und Workshops

Dritter Tag in Lupila und die Workshop-Woche neigt sich dem Ende zu. Vorher allerdings wurde, wie die Tage zuvor auch, gut gefrühstückt.

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Ein Klassenraum

Danach hatten wir die Chance am Unterricht in der Lupila Secondary School teilzunehmen, jeweils in den Fächern Chemie, Physik und Suaheli. Anders als in Hamburg findet hier Frontalunterricht statt, wo der Lehrer, bzw. die Lehrerin nur zwischendurch in die Klasse fragt, ob denn auch alles verstanden wurde. Nichtsdestotrotz findet der Unterricht sehr detailliert und verständlich statt.

Nach dem Unterricht ging es um 11.00 mit den Workshops weiter, diesmal vermischten sich jedoch auch die Workshops untereinander (Bsp. Gesangs- und Drama-Workshop), was auch auf eine vielversprechende Vorführung am Montag hinweist, worauf sich sowohl die Schüler, als auch Lehrer freuen.

Nach den Workshops kamen wir mit knurrenden Mägen im Jimbo an und genießten das Mittagessen. Darauf folgte eine entspannte Erholungspause, die jeder für sich unterschiedlich nutzte. Manche schliefen, lasen ein Buch, malten oder lernten für die Biologie-Arbeit am Mittwoch(!).

Gut erholt ging es um 16.00 wieder zurück zur Schule, um mit den Schülern zu spielen, heute sogar mit Überraschungen unsererseits. Wir brachten Ballons, Bonbons und Seifenblasen mit. Es war einfach nur unbeschreiblich süß zu sehen, wie sehr über solch „simple“ Gesten und Mitbringsel gestaunt wurde.

Außerdem mischten sich beide Schulen noch mehr, als in den letzten Tagen, was die Unterhaltungen einfacher machte. Man hatte sich einfach so viel zu erzählen und jeder will alles über das Leben des anderen wissen. Einige von uns wurden sogar gefragt, ob sie noch ein zweites Mal nach Lupila kommen oder auch hier leben würden… Eine sehr gute Frage, die sich nicht leicht beantworten lässt. Ein berührender Moment war außerdem, als einige von mit Bildern von den Kleinen beschenkt wurden.

Das einzig Dumme an dem Nachmittag war, dass J. erkrankte. Aber so herzlich, wie unsere Gastgeber sind, wurde er gut versorgt und der Pastor hat sogar für ihn gebetet, eine nettere Art und Weise, jemandem „Gute Besserung“ zu wünschen, kann man sich nicht vorstellen. Somit hoffen wir alle auf eine gute und vor allem schnelle Besserung.

Wie sich in der Abendrunde nach dem Abendessen rausstellte, war der Tag heute von vielen kleinen Momenten geprägt, seien es jetzt die erfreulichen Gesten der Schüler, Lehrer und Gastgeber oder die Tatsache, dass Herr Drever mit ganz viel Fleiß bei viele Workshops mitgemacht hat. Man fühlt sich einfach großartig, so etwas miterleben zu dürfen und wir freuen uns nun umso mehr auf die nächsten Tage

Tag 5

Unser zweiter Tag in Lupila. Nach dem Frühstück gehen wir dieses Mal zu Fuß zur Schule. Dann beginnen die Work Shops, dieses Mal schneller, denn die Schüler wissen bereits, wo was stattfindet. Einige Gesichter erkennen wir sogar wieder.

Detail aus dem KunstworkshopIm Kunst-Workshop haben wir für heute geplant, Freundschaftsarmbänder aus bunter Wolle zu machen. Das wird mit Begeisterung angenommen. Das zweite Projekt findet draußen statt: Ein großes weißes Bettlacken, das mit „HAMBURG – LUPILA 2014“ beschriftet ist und von allen Schülern mit bunter Farbe bemalt und mit Handabdrücken übersäht ist. Ein tolles Kunstwerk, welches wir auf jeden Fall bei den Präsentationen vorstellen wollen. Die Schüler wollen gar nicht mehr aufhören und nehmen sich auch selber Papier und Stifte.

Trotzdem müssen wir um 13.30 wieder zum Mittagessen los gehen, was echt anstrengend ist, da es fast nur bergauf geht. Nach dem Essen füllen wir unseren Zuckerhaushalt mit Keksen und Cola aus dem Kiosk wieder auf.

Nachmittags wollen wir dann doch lieber mit dem Bus zur Schule fahren und spielen dort wieder Fußball, Volleyball und Basketball mit den großen und kleinen Kindern. Letztere nehmen alle in ihren niedlichen Bann.
P.und ich haben die Chance von Evaristo die Schlafräume gezeigt zu bekommen. Die Jungs haben zu zweit oder zu dritt ein kleines Zimmer mit einem Schreibtisch und wenigen Klamotten an den Wänden. Aber sie haben unsere Luftballons aufgehängt. Dadurch wirkt der Raum bunter und einladender.

Die Schlafräume der Jungen
Die Schlafräume der Jungen

Die Mädchen schlafen alle in einem Raum. Wir sind geschockt, als wir hören, dass immer mindestens zwei Mädchen in einem Bett schlafen. Die Matratzen bestehen aus dünnem Schaumstoff, aber alle lachen uns an. Es gibt einen kleinen Innenhof, in dem sich und Klamotten gewaschen werden. Auch hier wurde gelacht und gewinkt. Ein kleiner aber sehr eindrucksvoller Einblick in das Leben der Internatsschüler.

Gegen 18.00 fahren  wir zurück zum Abendessen. Heute gibt es eine Art Pommes und alle sind begeistert. Danach wollen wir das Lied für den Gottesdienst am Sonntag üben: „We Are The World“. Aber das will noch nicht so richtig klappen. Anschließend gibt L. ein paar Kartentricks zum Besten und bringt damit alle zum Staunen. Um 21.00 sind jedoch schon wieder alle müde, weshalb wir früh schafen gehen. Die Tage sind ereignisreich und machen müde, aber glücklich.

Tag 4 – Erster Tag in Lupila

Das pünktliche Geklopfe von an der Tür, um 7:30 von unseren Kameraden, war unser Weckgeräusch.

Zum Frühstück gab es reichlich frisch gebackenes Brot, Brötchen mit Butter oder Marmelade, Kakao, Kaffe oder Tee. Der nächste Programmpunkt war ein Spaziergang mit dem Pastor, der uns Lupila zeigte. In der Kirche wird für knapp 11.000 € ein neuer Boden gelegt. Als wir uns die Primary School angeschaut haben, hatten wir unsere „erste“ Begegnung mit den Kindern, die unglaublich süß und herzlich sind.

Am Anfang gab es noch die gewisse Scheu, die schnell gelegt war und wollte überhaupt nicht mehr von den Kindern weg.

Panorama
Panorama

Das Gelände von Lupila ist echt schön. Ich fand es richtig cool, dass wir dazu eingeladen worden sind, in das Gästebuch von Abkasa (dort waren wir in der Schule) und vom Pastor zu unterschreiben. Die Kinder im Kindergarten hatten ein Auto zum Spielen, ich find’s wichtig, denen zum Beispiel einen Ball und ein paar Springseile dort zu lassen!

Als nächstes gab es eine Tea-Time, danach haben wir unsere Workshop-Sachen gepackt und ab ging es zum Bus, der uns zur Lupila Secondary School gefahren hat. Mit dem Bus sind wir dann ca. 15 min zur Lupila Secondary School gehoppelt über kleine Hügel und eine wunderschöne Landschaft. Als dann endlich die Schule zu sehen war, ist die Aufregung im Bus gestiegen.

An der Schule wurden wir wieder sehr herzlich von Abkasa, dem Schulleiter begrüßt. Auch die Lehrer haben uns freudig am Bus empfangen und uns geholfen, die Materialen zu transportieren. Als nächstes wurden wir den Lehrern vorgestellt und auch die Lehrer haben sich einzeln uns vorgestellt. 
Langsam haben sich die Schüler draußen auf dem Platz vor dem Lehrerzimmer versammelt. Die Aufregung stieg und auch wir durften endlich raus und standen das erste Mal den Kindern gegenüber.

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Warm-up mit Master Vittus

Die Stimmung war zuerst ein wenig verhalten, doch lockerte sich schnell,  nachdem die Kinder uns mit Liedern willkommen hießen und wir unsere Work Shops vorstellen durften. Die Kinder haben sich schnell in Gruppen in die verschiedenen Work Shops Tanz, Gesang, Kunst, Theater und Sport eingefunden und der Vormittag konnte beginnen. Ich war im Work Shop Sport und uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die Schüler anfingen, sich selbstständig an die verschiedenen Materialien heranzutasten und wir uns in vielen Spielen eingefunden hatten. Besonders das Regenbogentuch hat das Eis zum Schmelzen gebracht und uns, den Kindern und vor allem Herrn Seegers eine riesen Freude gemacht. Die Stimmung war sehr aufgelockert und sehr angenehm. Wir haben uns schnell einander gewöhnt und hatten eine Menge Spaß.

Nach 1 ½ Stunden Work Shops wurden wir mit dem Bus zurückgefahren, um Mittag zu essen. siebzehn glücklich grinsende „Kinder“ und zwei erleichterte Lehrer sind aus dem Bus ausgestiegen und haben sich auf den Nachmittag gefreut, an dem uns „Sports & Games“ bevorstand.

Zum Mittagessen gab es Reis und Fleisch. Um 16.00 fing das Programm von den Schülern und Lehrern aus Lupila an. Wir konnten uns aussuchen, ob wir Volleyball, Fußball oder Netball spielen wollten.  Ich bin zum Netball-Spielen  gegangen, hat super viel Spaß gemacht. Wir haben leider relativ schnell mit Netaball aufgehört und haben Wurf- und Fangspiele gespielt (was für beide Seiten einfacher zu erklären war).

Es bringt so viel Spaß mit denen zu spielen, oder selbst denen dabei zuzuschauen, weil alle einfach total lebensfroh sind. Die gute Laune ist natürlich ansteckend und man ertappt sich manchmal selber dabei, dass man die ganze Zeit strahlt.
Nach dem Abendessen setzten wir uns alle zur ersten „Abendrunde“ zusammen. Jeder erzählte kurz seine Eindrücke vom Tag. Alte Stories aus der Kindheit haben uns dann zum Abschluss des Tages reichlich zum Lachen gebracht. Wirklich müde, aber glücklich sind wir dann nach gewisser Zeit ins Bett gefallen.

Tag 1 bis 3 – Anreise

Der Flug war um 11.35. Die Familien der Reisemitglieder waren allesamt am Flughafen versammelt, noch gar nicht vorstellbar, dass wir für 16 Tage in Afrika sein werden und endlich  Lupila besuchen kommen.

Nachdem der Flug von Istanbul nach Dar es Salaam eine Stunde Verspätung hatte, stiegen wir alle trotz Müdigkeit aufgeregt in den Bus in DAR, der uns künftig zwei Wochen lang durch Tansania „chauffieren“ sollte. Dabei wurden wir von Abkasa, dem  Schulleiter der Lupila Secondary School abgeholt und willkommen geheißen.

Die ersten Eindrücke der tansanischen Kultur sammelten wir, als wir mit dem Reisebus – gefahren von dem coolsten Busfahrer der Welt, Malik (und seinem Gefährten Frank) – durch die Straßen von Dar es Salaam fuhren.

Der Bus in Iringa
Der Bus in Iringa

Auf dem Weg nach Iringa bekamen wir wunderschöne und fremde neue Landschaften zu sehen. Wir machten Pausen zum Frühstücken und Mittagessen in einfachen, aber sehr eindrucksvollen Lokalen. Wir kamen schließlich abends in Iringa an und machten einen kleinen Spaziergang durch die Straßen, bevor es dunkel wurde. Zuvor gaben J., D., Herr Drever und Herr Seegers uns die enormen „Monopoly-ähnlichen“ Bündeln von unserem gewechselten Geld. Nach dem Abendessen verbrachten wir in Iringa unsere erste Nacht in Afrika.

Danach ging es weiter zum Hauptziel: LUPILA
Wir machten in Njombe zum Mittagessen und Wasserkaufen halt und bekamen dort eine spontane artistische Vorführungen von Schulkindern, die an unserem Restaurant vorbeigingen! (Njombe war unter anderem auch der erste Ort, an dem einige von uns ihre erste „Konfrontation“ mit den Stehklos hatten… kein Kommentar!) 
Dann fuhren wir weiter.

IMG_0700Nach einigen Stunden Fahrt machte Herr Seegers uns auf das Schild aufmerksam, das uns die Entfernung zum Ziel anzeigte:
 52 km. Wir begannen zu jubeln, denn uns schien das Lupila bereits zum Greifen nah…

Weitere Stunden vergingen, und während wir auf  die Ankuft warteten, kam es auch schon zum ersten Höhepunkt der Reise (dem viele folgen werden). Denn plötzlich kam der Bus nicht mehr voran. Kein Problem, einfach aussteigen und abwarten. Dies geschah dann noch einmal, und noch einmal und noch einmal. Bis es dunkel wurde und die Straßen immer steiler wurden. Nachts durch die Landschaft von Lupila zu wandern, um dem Bus hinterherzufahren, war ein Erlebnis, das keiner von uns so schnell vergessen wird, mit (hoffentlich) nur positiven Erinnerungen. Nach dem der Bus ausreichend geschoben und alle wieder beisammen waren, kamen wir schließlich nach 5 ½ Stunden Fahrt (ab dem Schild) an!

Der Chor der Lupila SecondaryFür einen gesungenen Willkommensgruß war es leider zu spät geworden, nichtsdestotrotz wurden wir sehr herzlich willkommen gehießen und mit einem tollen Essen beschert.

 Wir sind alle gespannt auf die nächsten Tage!

Der Blog 2010

Der Blog 2010

Ankunft in Tansania
Posted by: LupilaAdmin at 01:00, September 17 2010.

Um 7 Uhr morgens kommen wir am Flughafen in DAR an, alle sind übermüdet, aber das macht auch wieder nix. Banges warten an dem Kofferband, ob das Gepäck gut angekommen ist, dann das erste Mal seit 20 Stunden wieder nicht klimatisierte Luft, ein knallblauer Himmel (oder erinnere ich mich nur so?) und das Suchen nach unserem Busfahrer. Abbu (so heißt er nämlich) kommt aus DAR und wird uns die zwei Wochen begleiten, aber zuvor tauschen wir unsere Reisekasse um. Aus irgendeinem Grund haben wir alles Geld in bar dabei und die tansanische Währung macht es leicht, uns ein Großherrengefühl zu bekommen. Fast 8 Millionen tansanische Schilling machen aus unseren Bauchtaschen echte extra Knautschzonen – da kann bei der Busfahrt nix mehr schiefgehen.
Durch Dar es Salaam zu fahren ist kein Spaß mehr, aber das Abenteuer hat uns gepackt. Die Stadt hat fast 3 Millionen Einwohner, die wohl alle in eingeschossigen Häusern leben, sich aber alle gleichzeitig auf der Straße befinden. Es ist vollgepackt mit Menschen und Autos und Verkehrsregeln haben wir irgendwo auf dem Weg hinter uns gelassen. Ich kann mich an keine Ampel mehr erinnern. Nur raus hier – die Fahrt ist aggressiv und ich denke das erste Mal: “War das hier eine gute Idee?”
Von Dar es Salaam scheint eine einzige zweispurige Straße den kompletten Verkehr auf der Ost-West-Achse des Landes zu tragen. Wir fahren ab durch die Mitte: im Norden Serengeti und Kilimanjaro, im Süden noch mehr Nationalparks und wir sind auf dem Weg in die Livingstone Mountains. Abbu hupt und winkt uns bei hundert km/h fröhlich durch den Verkehr, nur Busse und LKWs, Privatautos sieht man kaum hier. Alle paar Kilometer steht eine Siedlung direkt am Straßenrand. Coca-Cola und Vodafone haben als Branding-Partner das Land fest im Griff. Beim ersten Stopp gibt’s gleich Marsriegel für mich. Globalisierung ist ein Fakt, jawoll. Unser erstes Ziel ist Iringa, eine kleine Großstadt auf der Hälfte des Weges und das heißt 8 Stunden Fahrt. Aber alles ist gut, Reisen entspannt. Die Schüler singen, ich find’s großartig. Andre erzählt und erzählt, kaum was davon ist wahr, so scheint es mir, das trübt die Stimmung aber nicht im mindesten.

Ankunft in Lupila
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 18 2010.

Ab Njombe geht es über eine Serpentinenstrasse steil bergauf in die Livingstone-Mountains. Waren die Straßen vorher schon schlecht, trifft jetzt schon nicht mal mehr der Begriff Schotterpiste zu. Teilweise ist zu unserer Rechten auf dem einspurigen Weg ein mehrere hundert Meter tiefer Abgrund. In der Regenzeit sind die Dörfer in dieser Region fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Letztes Jahr verstarb ein Lehrer unserer Partnerschule, der auf dem Weg zur Bezirksregierung in Njombe war. Der Landcruiser stürzte in die Tiefe.
Die 52 Kilometer ziehen sich über fast dreieinhalb Stunden Fahrt – und natürlich bleiben wir bei einer Pinkelpause prompt in einem Schlagloch stecken und müssen den vollbeladenen Bus bergauf wieder befreien.
Es wird dunkel, als wir in Lupila ankommen. Der Schulchor erwartet uns schon und singt viele Lieder, die wir in den nächsten Tagen noch oft hören werden. Jussuf grinst uns freudig an. Wir sind noch etwas befangen und wissen kaum, wie wir uns verhalten sollen, als uns die Schüler Blumen in die Hand drücken und ‘Mapambelo’ – Willkommen sagen.
Die Gruppe führt uns ans Jimbo-Centre, dem Haus der Bezirksgemeinde und noch mehr Gesänge, dann die Begrüßungen. Natürlich wussten wir, dass das kam, aber ich hatte nichts vorbereitet. Das macht aber nichts und es wird nur die erste einer ganzen Reihe von improvisierten Reden, Ansprachen und Statements. Hier nutze ich auch das erste Mal ‘Asante Sana’ – ‘Vielen Dank’.
Nach dem Essen begrüßen wir Sina, die Assistenzlehrerin, die für 6 Monate an der Lupila Secondary unterrichtet. Sie hat keine guten Neuigkeiten über die Schule für uns, aber wie sehr dieses Gespräch die nächste Woche und die zukünftige Partnerschaft vorzeichnet ist uns doch noch nicht ganz bewusst.
Danach unsere erste Blitzlichtrunde. Ein Schüler bringt es ganz gut auf den Punkt: ‘Mein ganzes Weltbild ist erschüttert’. Ich glaube er meint die Herzlichkeit, die raue Natur, aber auch die Armut und Abgeschiedenheit dieses Ortes. Vielleicht sind das aber auch nur meine Gedanken.
Früh ins Bett. Tiefer Schlaf.

Der erste Tag in Lupila
Posted by: LupilaAdmin at 20:00, September 19 2010.

Nach der gestrigen Ankunft stehen wir am Sonntag früh auf, um nach dem Frühstück den Service (Gottesdienst) von Pastor Mabemba zu besuchen. Die Kirche steht nicht weit entfernt vom Jimbo-Centre (dem Gemeindehaus der Bezirksgemeinde). Nicht nur wegen uns ist die ganze Gemeinde anwesend. Wir sind überwältigt von den Gesängen der Schüler und des Gemeindechors, zwar steht die Sprache natürlich zwischen uns und den Inhalten der Predigt, aber das Gemeinschaftsgefühl der Gemeinde reißt mit. Zum Glück sind wir in der Lage und vorbereitet und unser Chor “Go, tell it on the Mountains”  wird gut aufgenommen. Bei der letzten Reise hatte uns die kulturell tradierte Aufforderung zum Gesang überrumpelt und das improvisierte “Bruder Jakob” war in Niveau und Schwung dramatisch abfallend – eine Blamage.
Der Tag bringt viele Koordinationsgespräche zwischen Mr. Msenga (dem Schulleiter der Lupila-Secondary School), Mr. Mwambemba, Samuel (dem Verwalter der Bezirksemeinde) und anderen Offiziellen. Die Ziele unserer Partnerschaft sind schnell umrissen: kultureller Austausch, das Erleben und Aushalten von interkulturellen Konflikten und das Weitertragen der Erlebnisse und Erkenntnisse in die jeweiligen Schulen und Gemeinden. Die Probleme sind genauso offensichtlich. Die Kommunikation zwischen Afrika, vor allem einem kleinen Dorf mit schlechter Informationsinfrastruktur und Hamburg ist schleppend und fehleranfällig. Die Asymmetrie auch auf finanzieller Ebene führt auch nicht immer zu positivem Empfinden auf beiden Seiten.
Nichtsdestotrotz ist die Stimmung erst mal gut und alle sind gespannt auf die nächsten Tage. Am Abend sitzen wir alle zusammen und singen weiter gemeinsam Lieder, die Gruppenstimmung scheint fantastisch und ungetrübt.
Das Adrenalin der Reise ist aber für heute verbraucht. Die ersten gehen um 21h ins Bett und wir schließen uns dem an.

Der erste Workshoptag
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 20 2010.

Der Tag beginnt mit einer offiziellen Begrüßung. Die Schüler stehen vor der grandiosen Bergkulisse der Lupila Secondary School, den Livingstone Mountains” Spalier und singen “Tanzania Tanzania”, die inoffizielle Nationalhymne des Landes. Danach ein Rundgang von Mr. Msenga. Er zeigt uns die Brandschäden, die bei einem Waldbrand im letzten Jahr entstanden sind. Er hat deswegen um die Schule Brandgräben angelegt, damit neuerliche Brände nicht auf die Schulgebäude übergreifen können. Gleichzeitig laufen mehrere Aufforstungsaktionen rund um die Schule, einmal das Projekt “Water for Lupila”, bei dem 10.000 Bäume gepflanzt werden sollen, um die Quelle, die Trinkwasser für die Schule liefert vor Austrocknung zu schützen. Zum Anderen aber auch müssen hohe Bäume rund um die Schule gepflanzt werden, um in der Trockenzeit Staubwinde zu vermeiden. Danach Hospitationen im Unterricht Mr. Joseph, der Kartenkunde “Introduction to Map Work”. Der Unterricht ist sehr frontal organisiert und die Schüler müssen komplette Texte aus dem Schulbuch abschreiben, die diktiert werden, da nicht jedes Kind ein Buch hat. Der Unterricht besteht dann im Wesentlichen aus Erklärungen des Lehrers, bei dem die Schüler die wichtigsten Fachbegrifffe wiederholen müssen.
Dann beginnen die Workshops. Anfangsschwierigkeiten? Aber sicher. Nicht jeder Schüler kann Englisch und unsere Schüler können nicht Kikinga, so fängt alles mit Händen und Füßen an. Außerdem sind die Schüler der Lupila Schule teilweise recht schwach auf den Beinen, weil für unseren Besuch ihre Mittagspause ausgefallen ist – unsere…. nicht. Und dennoch: Nach einer kurzen Weile verselbstständigen sich die Workshops, als Lehrer schlendern wir herum. Es wird Fußball gespielt, es klingen Lieder, es wird gemalt, getanzt – es fließt und fühlt sich gut an.
Am Nachmittag bereiten Andre und ich die Kirche für einen Kinoabend vor. Wir schenken der Gemeinde einen Videobeamer und Boxen. Ich baue mit einem Gemeindemitglied aus ein paar Holzlatten und einem Bettlaken eine wunderbare Leinwand. Schon zwei Stunden vor der Aufführung kommen die ersten Gemeindemitglieder. und langsam geht die Sonne unter. Als es endlich so weit ist und wir “Lion King” auf Englisch zeigen, wird klar, dass dies eine gute Idee war. Zwar können gerade die kleinen Kinder mit Bildern von lachenden, weinenden und tanzenden Tieren erstmal wenig anfangen – großes Gelächter bricht aus, als der Vater von Simba stirbt – aber dem Spaß an dem Film tut das auch keinen Abbruch.
Erschöpft, glücklich ins Bett.

Dienstag
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 21 2010.

Heute sollen die Workshops richtig ins Laufen kommen. Ich schnappe mir die Videokamera und filme die Workshops – leider läuft ab Mittags nicht mehr alles rund.
An der Schule läuft vieles nicht, wie man es sich aus europäischer Sicht wünschen würde. Im Zentrum scheint der Schulleiter zu stehen. Die Schüler informieren uns, alle sind alarmiert. So müssen wir die Workshops früher als geplant am heutigen Tag beenden. Krisensitzung im Missionarshaus. Wir müssen uns viele Fragen stellen, auf die es keine schnellen Antworten gibt. Z.B.: unter welchen Bedingungen kann eine Schulpartnerschaft stattfinden und wie können wir, die wir ja keine offizielle Mission haben, Einfluss auf die Vorgänge an der Schule nehmen? Oder müssen wir die Partnerschaft eventuell für einige Zeit rein über die kirchliche Partnerschaft laufen lassen?
Wir entscheiden uns für ein Gespräch mit dem Pastor und Beamten der Schulbehörde. Mehr am Donnerstag.
Am Nachmittag besuche ich mit einer kleinen Delegation die Aman-Gruppe (Aman bedeutet ‘friedlich’ auf Kikinga). Die Gruppe hat sich unter der Bezirksgemeinde gegründet. Die Mitglieder sind alle HIV infiziert und verpflichten sich mit Beitritt dazu, monatlich 500 tansanische Schilling in die Vereinskasse zu zahlen. Das Geld wird bei akuten Krankheiten als eine Art Krankengeld verwendet, bildet also eine Versicherung im Krankheitsfalle. Wir haben mit der Delegation einen runden Tisch und informieren uns über das Gesundheitssystem in Tansania. HIV-Medikamente werden hier direkt von der Regierung gekauft und umsonst an Kranke verteilt. Die Behandlungskosten betragen ca. 100 Schilling (umgerechnet etwa 6 Cent). Ansonsten versucht die Regierung über Aufklärungsarbeit das soziale Stigma der Erkrankung zu beseitigen. Pastor Mwambemba berichtet aber, dass viele Gemeindepfarrer Kondome immer noch verdammen und damit nicht wesentlich zur Verbesserung der gesundheitlichen Aufklärung beitragen. Immerhin ist AIDS-Aufklärung fester Bestandteil des Schulcurriculums.
Am Abend treffen wir uns im Waisenzentrum und laden die Kinder zum gemeinsamen Essen ein. Der Abend macht sehr viel Spaß, weil die Kinder zu Anfang fast 20 Minuten singen und sich über die kleinen Gastgeschenke unbändig freuen. Ihre Ausstrahlung, ihre Lebendigkeit und ihre Musikalität überwältigen uns.
Der Abend bringt noch lustige Spiele im Missionarshaus, was für unsere Gruppe als Basis dient. Bett. Schlafen.

Mixed Feelings
Posted by: LupilaAdmin at 01:00, September 22 2010.

Mr Msenga hat – für uns nicht überraschend – die Schule für ein paar Tage verlassen – wir können also ungehindert und mit guter Laune an den Workshops arbeiten. Seine “Flucht” vor der Verantwortung, der Stellungnahme und den gemeinsam geplanten Partnerschaftsgesprächen geben ein desolates Bild ab. Wir hatten feste Zeiten abgesprochen, um über die Entwicklung der Partnerschaft, über Ziele zu sprechen. Letztlich hier auch das Itüpfelchen auf eine Bankrotterklärung, die dann auch mit Schuld behaftet ist. Für uns Zeit, ein wenig über die nächsten Schritte nachzudenken und – z.B. – an diesem Blog weiterzuschreiben.
Am Nachmittag treffe ich gemeinsam mit Samuel Anton. Er war schon zu den Anfangszeiten der Lupilagruppe des Gymnasiums Blankenese Lehrer an der Lupila-Secondary School und kehrt nun in den nächsten Wochen nach einem 3jährigen Hiatus an die Schule zurück. Mit ihm beginnen wir einen Weg für die Schulpartnerschaft zu denken, der ohne die Person des Direktors fruchtbar ist. Hierfür könnte über die Gemeinde ein Gremium eingerichtet werden, welches die Partnerschaft an der Lupila Secondary School kontrolliert und organisiert. Vor allem wollen sie sich darum kümmern, die Kommunikation zwischen Afrika und Hamburg zu verbessern und finanzielle und materielle Hilfe zu koordinieren. Hier ist für mich schon klar, dass der Tag viel gutes bringt.
Noch mehr Gutes, gibt es bei Andre.
Besuch bei Jusuf Lwilla in Malanduka. Malanduku liegt so idyllisch in den Bergen, dass man sich prima eine Stunde verfahren kann und denkt, man ist am Rande der Welt. Urigste Flecken, Hüttchen, kleine Felder und staunende Menschen, vor allem Kinder. Jusuf, 30, aber Schüler im Abschlussjahrgang, lebt hier mit seiner Familie. Er ist in jeglicher Hinsicht eine erstaunliche Person, hat sich autodidaktisch Englisch beigebracht und will einfach etwas vom Leben. Für uns ist er ohnehin der Held, da er selbsttätig und voller Tatenkraft das Wasserprojekt koordiniert und durchgezogen hat trotz aller Widrigkeiten.
So standen wir dann im letzten Tageslicht und sahen schließlich die Pflanzen, die lange so abstrakt in unseren Köpfen existierten – ein schönes Gefühl!
Der Abend endet wie jeder mit einem Blitzlicht. Danach arbeiten alle, entweder an Tanzchoreographien, an Materialien für Workshops oder wie ich an diesem Blog.
Nacht!

Looking good again!
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 23 2010.

Am Morgen machen wir uns auf den Weg zur Lupila-Secondary. Die Stimmung ist entspannt – die erste Euphorie ist vorbei, vielleicht ein bisschen Alltag zwischen den Bergen. So laufen dann auch die Workshops ganz routiniert weiter und alle bereiten sich auf die morgige Präsentation vor. Alles ein wenig wie gestern: während die einen Bilder malen, mischen sich die Klänge von Michael Jackson’s ‘Black and White’ und ‘Niguse’, einem Kanon auf Kisuaheli. Gänsehaut ist hier garantiert. Die Schüler bekommen immer mehr Einladungen der Schüler, doch mal zum Essen vorbei zu kommen. Es bildet sich eine Gemeinschaft heraus.
Der Nachmittag bringt den Durchbruch. Andre, Sina, Anja und ich treffen uns mit Pastor Mwabemba, Samuel Sanga, Anton und Daniel Okoka, einem Distrikt-Offiziellen.
Wir besprechen die Marschroute für unsere Partnerschaft. Alle sind über das Verhalten von Msenga bestürzt, seine Unregelmäßigkeiten sind in Teilen natürlich schon bekannt, aber unser Besuch hat uns alle an einen Tisch gebracht. Wir beschließen ein Partnerschaftsgremium einzurichten, welches Informationen über die Vorgänge an verschiedenen offiziellen Stellen sammelt und die Umsetzungen koordiniert.
Außerdem sollen Sina und Anja die inhaltliche Aufarbeitung unseres Besuches vornehmen. So wird die Partnerschaft auch an der Lupila-Secondary aufrechterhalten.
Dazu kommt noch, dass wir gemeinsam Berichte an die Schulbehörde schreiben werden, um offiziellen Einfluss warhzunehmen. […]
Am Abend beteuern Daniel und Mwabemba noch einmal den Wert unserer Partnerschaft für die Gemeinschaft von Lupila. […]

Alles ruhig in Lupila.
Presentation Day
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 24 2010.

Heute ist der Abschlusstag der Präsentationen. Wir bereiten von neun Uhr morgens vor und fangen überraschend pünktlich um zehn Uhr mit den Präsentationen an. Die Lupila Secondary hat seit kurzen eine aus Holz gezimmerte Bühne, auf der unsere Workshops ihre Ergebnisse präsentieren. Zuerst singt der Musikworkshop ‘Hakuna Matata’ aus dem Film ‘Der König der Löwen’, sowie eine internationale Version von Bruder Jakob, das großartige ‘Niguse’, unser tägliches ‘Go tell it on the mountains’ und natürlich ‘Tanzania, Tanzania’. Die Stimmung ist entspannt und fröhlich, als der Musikworkshop ‘Black and White’ von Michael Jackson tanzt. Der Kunstworkshop hat es etwas schwerer, weil heute ein ziemlich steifer Wind weht – aber Anja und Sina werden die Bilder und Masken in der Schule aufhängen, so dass alle Schüler in den nächsten Tagen die Chance haben werden, sich die Ergebnisse anzusehen. Zum Abschluss spielt der Sportworkshop noch eine Runde Netball, was hier in Tanzania sehr beliebt ist.
Dann die Verabschiedung – zwar fällt es uns allen schwer, der Schule ByeBye zu sagen, aber die Stimmung ist trotzdem auf dem Höhepunkt, weil wir wissen, dass sich alles gelohnt hat. Auf dem Rückweg ins Dorf singen wir noch bei den restlichen Hits von Michael Jackson mit. Dass das der Soundtrack unserer Reise wird, erstaunt uns selbst.
Am Nachmittag feiern wir noch Sinas Geburtstag mit einer kleinen Bergtour. In der grandiosen Kulisse der Livingstone-Mountains lässt es sich gut aushalten. Danach das Fußballspiel Tanzania gegen Deutschland. Gleich in der ersten Minute haben wir einen verletzten zu beklagen. Fabian hat sich das Knie verknackst und kann uns gegen die Übermacht des Lupilateams nicht mehr retten. 2:0.
Der Abend klingt ruhig bei Pastor Mwabemba aus. Danach nur noch ein paar Runden Uno und ab ins Bett.

Power Trip
Posted by: LupilaAdmin at 21:00, September 25 2010.

Heute besuchen wir in der Partnergemeinde von Lurup – Ludila ein lokales Energieprojekt. Ich bin am Anfang verwirrt, warum wir vom Dorfzentrum zunächst zwanzig Minuten über einen kleinen Trampelpfad durch das Dickicht laufen. Wo kommt denn hier Strom her?
Dann sehen wir die ersten Stromleitungen, die aber für mich nicht erhellen, wo der Strom herkommen soll. Erst als wir aus der Entfernung zwischen den Bäumen einen Wasserfall hören wird es klar. Also Wasserkraft. Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Pastor Wassermann ein solches Projekt angeregt, aber eine Finanzierung über NGOs war nicht möglich, weil bei der ersten Besichtigung des Wasserfalls durch Ingenieure die Quelle versiegt war. Erst 2008 – 2009 wurde das Projekt, nun durch die Kirche und Spenden finanziert, wiederbelebt. Im Moment wird nur wenig Wasser über selbstgebaute Röhren ins Tal geleitet, wo eine kleine Turbine, die an einen umgebauten Dieselgenerator angeschlossen ist, Strom für das Gemeindezentrum produziert.
Im Oktober wird ein Ingenieur eine Machbarkeitsstudie und einen Finanzplan erstellen, damit vielleicht ab 2011 ein größeres System Strom für die Lupila Secondary, die Bezirksverwaltung und das Health Centre (siehe Donnerstag) erzeugt werden kann.
In der dritten Ausbaustufe soll in einigen Jahren Strom für die Bewohner der umliegenden Dörfer erzeugt werden. Es ist wirklich aufregend zu sehen, wie kleine Gemeinschaften solche Projekte beharrlich ohne große Regierungsunterstützung voranbringen.
Der Tag bringt viele erste Verabschiedungen. Dazwischen packen und wie immer viel Essen. Am Abend wollen wir noch mit der Gemeinde einen Kinoabend machen, aber die Technik macht uns einen Strich durch die Rechnung. Andre und ich schreiben noch einen Bericht über Mr Msenga für das Ministerium, weil Samuel und Mwabemba das wünschen. Unsere letzte Nacht bricht mit einem spektakulären Sternenhimmel an.

Lupila Blog
Time to say Goodbye!
Posted by: LupilaAdmin at 01:00, September 26 2010.

Morgens früh raus, essen, den Bus packen. In der Kirche hält Pastor Mwabemba noch ein Special-Service ab. Seine Predigt behandelt Transparenz und Partnerschaft – natürlich dürfen auch wir ein paar Worte sprechen. Wir reden von den gleichen Themen, und von den Freundschaften, die hier entstanden sind.  Andre und ich bekommen afrikanische Tücher geschenkt, wir gehören jetzt also dazu. Auch das ein gutes Gefühl. Nach dem Festessen im Jimbo-Centre dann viele Verabschiedungen – wir wollen einfach nicht fahren. Fest steht aber, dass unsere Partnerschaft erneuert ist und auf stabilen Säulen steht. Ich glaube, den Schülern geht es genau so. Ihre Workshops haben eine starke Gemeinschaft, viele Einladungen und Tonnen von Erfahrungen gebracht. Es ist ein wenig schade, dass Andre und ich an den Workshops kaum Teilhabe hatten, aber wir haben im Hintergrund viel erreicht.
Heute leisten wir uns das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Viele weitere und schwerwiegendere Probleme werden wir erst in den nächsten Tagen per Handy erfahren. Aber heute wissen wir davon noch nichts. So ist von Sehnsucht nach Deutschland im Moment nichts zu spüren, zu tatkräftig, zu direkt und real sind die Erfahrungen hier – vom Wetter ganz zu schweigen. Aber jetzt brauchen wir eine Pause. Die Woche muss erstmal verarbeitet werden. Also steigen wir alle in den Bus. Aufbruch.