Tag 9 – Generalprobe und Präsentation der Workshops

8:00 Uhr morgens: die Sonne, welche langsam ihre neue, impulsive Energie stolz präsentierte, vertrieb langsam den nächtlichen Tau und die Kälte. Der letzte Tag war angebrochen!

Die Gruppe war erschöpft und geschwächt durch die harte Arbeit innerhalb der Workshops und aufgrund von plötzlichen Infekten, welcher ein paar von uns kurzzeitig die helfende Hand lähmte und unfähig machten sich zu bewegen. Doch solche Zwischenfälle erschöpften den Kampfgeist und den Willen der Gruppe etwas zu ändern bei Weitem nicht.

Nach dem Frühstück ging es zur Secondary School um die Aufführung endgültig zu erproben. Pulsierende, temperamentvolle und emotionale Gesänge und Tänze ließen den von toten, verstaubten Gräsern geprägten Boden zum Leben erwecken. Es war schön kühl und der Wind pfiff durch die Bananenstauden, Häuser, vorbei an dem Fahnenmast, welcher die tansanische Flagge hielt bis hin zum Regenbogentuch, welches sich wie ein Segel aufbäumte und den Ball, welcher im Tuch sich zu befreien versuchte, in die Lüfte warf.

Um 12:00 Uhr war es soweit! Die Bühne, bestehend aus einer aus ein paar Planken gezimmerter Erhöhung, welche von Unkraut und Feuchtigkeit langsam morsch und brüchig wurde, wurde geschmückt von den Ergebnissen des Kunstworkshops, welche das morsche Holz überdeckten und veredelten. Vor allem das riesige Tuch, welches die Partnerschaft mit der Aufschrift „Lupila – Blankenese“ und vielen bunten Handabdrücken der Schüler der Secondary School und unserer Gruppe nochmals deutlich repräsentierte.

Die Aufführungen begannen! Jede einzelne Präsentation war für sich einzigartig und es machte Spaß dabei zuzuschauen.

Am Nachmittag nach unserem letzten Mittagessen in Lupila konnten wir uns wieder gehörig auf dem riesigen Schulhof der Secondary School durch „Sport and Games“ austoben. Die Temperatur war perfekt für uns noch nicht ganz hitzeresistente Europäer und dies spiegelte sich deutlich in dem spannenden Volleyballspielen wieder, die Herr Seegers und ich (Justus) mit unserem Team eins nach dem anderen gewannen.

Doch nun war es soweit: Abschied nehmen!

P., welche sich, umgeben von kleinen, tansanischen Zwergen, pudelwohl fühlte, fiel es, wie jedem von uns, schwer in den Bus zu steigen um zurück zum Jimbo zu fahren.

Die der Schüler (aus Lupila) verstanden zur Hälfte nicht warum wir jetzt fuhren und waren zum Teil sauer. Zum Teil ohne Schuhe fuhren wir zurück, da wir diese dort gelassen hatten, um dort einen Schüler sicher seinen Weg im Leben gehen lassen zu können.

Kinder aus dem Dorf
Kinder aus dem Dorf

An diesem letzten Abend aßen wir nicht wie gewöhnlich im Jimbo, sondern machten uns auf den Weg zum Waisenhaus, wo bereits ein Festmahl auf uns wartete. Angekommen war die Stimmung anfangs recht bedrückend, noch mit dem Erlebnis der Begegnung mit der alten Frau im Hinterkopf und mit dem Wissen, dass Kinder die hier im Waisenhaus leben ebenfalls keine Eltern mehr haben, die sich um sie kümmern und ihnen Liebe schenken können, wo der Verlust bei manchen noch sehr frisch ist und die Wunde der Trauer und Fassungslosigkeit noch viele Jahre braucht um zu verheilen. Chrissi, welche den 16-jährigen Michael schon nach der ersten Begegnung ins Herz geschlossen hatte, erkannte ihn dort im Waisenhaus wieder und brach emotional in Tränen aus. Ein Ort der solch eine Menge von Emotionen täglich mit sich trägt.

Das Abendmahl jedoch hieß einen kurz Vergessen: Wir aßen zusammen bei Kerzenschein am Tisch und unterhielten uns eifrig und aßen ein mit Liebe zubereitetes Mahl mit Nudeln und frisch geschlachteten Hühnern.

Die Geschenke, welche wir mitbrachten, lagen wie zu Weinachten in einer Ecke aufgehäuft. Die Kinder erfreuten sich sehr über die Seifenblasen und verabschiedeten uns unglaublich liebevoll und voller Dank. Die großen Mühen der „Mamas“ und der Fürsorglichkeit des gesamten Dorfes war uns jedoch etwas unwohl. Aber war uns gerade deshalb bewusst, dass wir hier waren um diesen Menschen zu helfen, damit sie eine bessere Zukunft haben in der sie ein besseres Leben führen können. Die ersten Ansätze an unserer Partnerschule zu machen ist der richtige Weg um die Zukunft besser zu machen, da Bildung das ist was das Wohl einer Gemeinschaft prägt. (Und nicht zu vergessen: die „Lieben“ zueinander.)

Wir konnten nun mit einem guten Gewissen zu Bett gehen, über das nachdenken was wir alles erlebt hatten und das Ganze langsam zu verarbeiten. […]

Eine Reise, die bis hierhin schon einzigartig war und einen erfahrener und reifer werden ließ.

Ein Dorf welches auf unsere Hilfe anwiesen ist und selbst Energie und Ideen in sich birgt.

Tag 8 – Kirche und Waisenhaus

Der Sonntag in Lupila fing zuerst recht ruhig an. Allerdings haben wir uns dann pünktlich beim Bus getroffen, um rechtzeitig bei der Kirche zum Gottesdienst da zu sein. Da die eigentliche (große) Kirche gerade saniert wird, haben wir uns in einer etwas älteren und viel kleinere Kirche getroffen. Viele Leute haben sich deshalb draußen um die Kirche herum gesetzt, weil sonst nicht mehr genug Platz da war.

[S]o lebensfroh hatten wir uns den Gottesdienst nicht vorgestellt. Es wurde natürlich viel gebetet, Geschichten vorgelesen und gesungen, aber alles geschah mit sehr viel Lebensfreude und Kraft. Viele Lieder wurden im Kanon gesungen, teilweise wurde Trommeln zusätzlich verwendet. Das würde es bei uns niemals geben. Der Pastor hat für uns regelmäßig übersetzt und uns nochmal herzlich Willkommen geheißen.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der über zwei Stunden gedauert hat, haben sich alle Draußen versammelt. Es wurde ein bisschen Essen verteilt und wir haben uns verabschiedet.

Nachdem wir dann wieder zurück gefahren waren und Mittag gegessen haben, hatten wir wie immer ein bisschen Freizeit.

Am späten Nachmittag, so gegen fünf Uhr, ist eine Gruppe von uns zusammen mit Herrn Seegers zum Waisenhaus gegangen. Das Waisenhaus besteht aus mehreren kleinen Gebäuden. In einem winzigen Haus, lebte eine Großmutter mit zwei Einzelkindern. Die Eltern der Kinder lebten nicht mehr. Der Vater war vor einiger Zeit gestorben und seine Mutter hatte sich eine Woche zuvor umgebracht. Die Großmutter selbst, war schon so alt und schwach, dass sie nur im Bett liegen kann und normalerweise nicht aufsteht. Besonders das kleine Kind war sehr traurig und zurückhaltend.

Bevor wir losgegangen waren, hatten wir einigen an Geld gesammelt um dieses eigentlich dem Waisenhaus zu geben. Aufgrund der Situation der Familie, haben wir es der alten Dame geschenkt. Diese hat sich unglaublich doll darüber gefreut und war zutiefst dankbar. Auch wenn es für uns nur eine kleine Summe an Geld war, kann sie davon lange sich selbst und ihre Enkelkinder ernähren.

Den anderen Waisenkindern, die wir danach noch besucht haben, haben von uns kleine Geschenke wie Socken, Luftballons oder Bleistifte bekommen. Eine Dame, die dort arbeitet und für die Kinder eine Ersatzmutter ist, macht einen tollen Job und ist immer für die Kinder da.

Abends beim Blitzlicht war die Stimmung dann sehr bedrückend. Die Situation der einen Familie hatte alle besonders doll mitgenommen und das musste jetzt erst einmal verarbeitet werden.

Tag 7 – (k)ein freier Tag

Der erste Tag ohne Workshops!

Nach einem reichhaltigem Frühstück (etwas früher als sonst) fuhren wir nach Ludilo um uns eine Ausbildungsstätte anzusehen, sowie das Wasserwerk welches die Lupilagruppe 2012 gebaut hatte. Der Hin-und Rückweg war abenteuerlicher als erwartet: Der Weg zum Wasserwerk war mehr ein sehr schmaler Trampelpfad als ein Weg. Nachdem wir eine ganze Weile bis zum Wasserwerk gelaufen waren, erzählte uns unser Führer etwas über den Bach und die Geschichte des Wasserwerkes.

Danach kletterten wir (wieder auf dem Trampelpfad) den Hang hinauf, bis zu einem Damm und von dort aus weiter (ohne Pfad, einfach durch die Natur) bis zu der Stelle, an der in Zukunft ein größeres Wasserwerk gebaut werden sollte durch welches ein großer Bereich mit Strom versorgt werden könnte.

Nachdem wir wieder zum Bus gelaufen waren fuhren wir eine Weile bis wir an einem sehr steilen Weg abgesetzt wurden, der einen Berg hinaufführte. Der Weg führte zur Quelle die die Lupila Secondary School versorgt. Aufgrund der Mittagshitze und der eher dünnen Luft wären viele von uns am liebsten wieder heruntergerollt. Als wir oben ankamen, waren wir überrascht viel Schüler der Seconday School zu sehen.

Die Schüler rannten den Berg auf der anderen Seite herunter, während wir Meter für Meter (den übrigens sehr steilen Hang) herunterklettern.

Abkasa Ngwale
Abkasa Ngwale

Unten angekommen trafen wir auf noch mehr Schüler und überraschender Weise auf Abkasa, den Schulleiter der Secondary School, der uns alles Wissenswerte über die Quelle und Wasserversorgung erzählte. Es stellte sich heraus, dass wir (wie zu erwarten) den Berg wieder hoch mussten um zum Bus zu kommen. Aufgrund unserer körperlichen Zustände (und beschränkter Atmung) nachdem wir wieder hochgelaufen waren, hatten wir Zeit um die wunderschöne Aussicht zu genießen (von diesem Punkt aus konnte man die Schule sehen). Der Weg zum Bus war sehr erfreulich, da es bergab ging. Während wir zurückfuhren war es sehr still, da wirklich jeder  (außer vielleicht der Busfahrer) völlig fertig war.

Den Nachmittag über ruhten sich die Meisten aus, schreiben Tagebuch, spielten Karten oder fielen in einen Tiefschlaf. Diese Atempause tat jedem von uns gut, da diese Reise doch anstrengender ist als es scheinen mag.

Tag 6 – Unterricht und Workshops

Dritter Tag in Lupila und die Workshop-Woche neigt sich dem Ende zu. Vorher allerdings wurde, wie die Tage zuvor auch, gut gefrühstückt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein Klassenraum

Danach hatten wir die Chance am Unterricht in der Lupila Secondary School teilzunehmen, jeweils in den Fächern Chemie, Physik und Suaheli. Anders als in Hamburg findet hier Frontalunterricht statt, wo der Lehrer, bzw. die Lehrerin nur zwischendurch in die Klasse fragt, ob denn auch alles verstanden wurde. Nichtsdestotrotz findet der Unterricht sehr detailliert und verständlich statt.

Nach dem Unterricht ging es um 11.00 mit den Workshops weiter, diesmal vermischten sich jedoch auch die Workshops untereinander (Bsp. Gesangs- und Drama-Workshop), was auch auf eine vielversprechende Vorführung am Montag hinweist, worauf sich sowohl die Schüler, als auch Lehrer freuen.

Nach den Workshops kamen wir mit knurrenden Mägen im Jimbo an und genießten das Mittagessen. Darauf folgte eine entspannte Erholungspause, die jeder für sich unterschiedlich nutzte. Manche schliefen, lasen ein Buch, malten oder lernten für die Biologie-Arbeit am Mittwoch(!).

Gut erholt ging es um 16.00 wieder zurück zur Schule, um mit den Schülern zu spielen, heute sogar mit Überraschungen unsererseits. Wir brachten Ballons, Bonbons und Seifenblasen mit. Es war einfach nur unbeschreiblich süß zu sehen, wie sehr über solch „simple“ Gesten und Mitbringsel gestaunt wurde.

Außerdem mischten sich beide Schulen noch mehr, als in den letzten Tagen, was die Unterhaltungen einfacher machte. Man hatte sich einfach so viel zu erzählen und jeder will alles über das Leben des anderen wissen. Einige von uns wurden sogar gefragt, ob sie noch ein zweites Mal nach Lupila kommen oder auch hier leben würden… Eine sehr gute Frage, die sich nicht leicht beantworten lässt. Ein berührender Moment war außerdem, als einige von mit Bildern von den Kleinen beschenkt wurden.

Das einzig Dumme an dem Nachmittag war, dass J. erkrankte. Aber so herzlich, wie unsere Gastgeber sind, wurde er gut versorgt und der Pastor hat sogar für ihn gebetet, eine nettere Art und Weise, jemandem „Gute Besserung“ zu wünschen, kann man sich nicht vorstellen. Somit hoffen wir alle auf eine gute und vor allem schnelle Besserung.

Wie sich in der Abendrunde nach dem Abendessen rausstellte, war der Tag heute von vielen kleinen Momenten geprägt, seien es jetzt die erfreulichen Gesten der Schüler, Lehrer und Gastgeber oder die Tatsache, dass Herr Drever mit ganz viel Fleiß bei viele Workshops mitgemacht hat. Man fühlt sich einfach großartig, so etwas miterleben zu dürfen und wir freuen uns nun umso mehr auf die nächsten Tage

Tag 5

Unser zweiter Tag in Lupila. Nach dem Frühstück gehen wir dieses Mal zu Fuß zur Schule. Dann beginnen die Work Shops, dieses Mal schneller, denn die Schüler wissen bereits, wo was stattfindet. Einige Gesichter erkennen wir sogar wieder.

Detail aus dem KunstworkshopIm Kunst-Workshop haben wir für heute geplant, Freundschaftsarmbänder aus bunter Wolle zu machen. Das wird mit Begeisterung angenommen. Das zweite Projekt findet draußen statt: Ein großes weißes Bettlacken, das mit „HAMBURG – LUPILA 2014“ beschriftet ist und von allen Schülern mit bunter Farbe bemalt und mit Handabdrücken übersäht ist. Ein tolles Kunstwerk, welches wir auf jeden Fall bei den Präsentationen vorstellen wollen. Die Schüler wollen gar nicht mehr aufhören und nehmen sich auch selber Papier und Stifte.

Trotzdem müssen wir um 13.30 wieder zum Mittagessen los gehen, was echt anstrengend ist, da es fast nur bergauf geht. Nach dem Essen füllen wir unseren Zuckerhaushalt mit Keksen und Cola aus dem Kiosk wieder auf.

Nachmittags wollen wir dann doch lieber mit dem Bus zur Schule fahren und spielen dort wieder Fußball, Volleyball und Basketball mit den großen und kleinen Kindern. Letztere nehmen alle in ihren niedlichen Bann.
P.und ich haben die Chance von Evaristo die Schlafräume gezeigt zu bekommen. Die Jungs haben zu zweit oder zu dritt ein kleines Zimmer mit einem Schreibtisch und wenigen Klamotten an den Wänden. Aber sie haben unsere Luftballons aufgehängt. Dadurch wirkt der Raum bunter und einladender.

Die Schlafräume der Jungen
Die Schlafräume der Jungen

Die Mädchen schlafen alle in einem Raum. Wir sind geschockt, als wir hören, dass immer mindestens zwei Mädchen in einem Bett schlafen. Die Matratzen bestehen aus dünnem Schaumstoff, aber alle lachen uns an. Es gibt einen kleinen Innenhof, in dem sich und Klamotten gewaschen werden. Auch hier wurde gelacht und gewinkt. Ein kleiner aber sehr eindrucksvoller Einblick in das Leben der Internatsschüler.

Gegen 18.00 fahren  wir zurück zum Abendessen. Heute gibt es eine Art Pommes und alle sind begeistert. Danach wollen wir das Lied für den Gottesdienst am Sonntag üben: „We Are The World“. Aber das will noch nicht so richtig klappen. Anschließend gibt L. ein paar Kartentricks zum Besten und bringt damit alle zum Staunen. Um 21.00 sind jedoch schon wieder alle müde, weshalb wir früh schafen gehen. Die Tage sind ereignisreich und machen müde, aber glücklich.

Tag 4 – Erster Tag in Lupila

Das pünktliche Geklopfe von an der Tür, um 7:30 von unseren Kameraden, war unser Weckgeräusch.

Zum Frühstück gab es reichlich frisch gebackenes Brot, Brötchen mit Butter oder Marmelade, Kakao, Kaffe oder Tee. Der nächste Programmpunkt war ein Spaziergang mit dem Pastor, der uns Lupila zeigte. In der Kirche wird für knapp 11.000 € ein neuer Boden gelegt. Als wir uns die Primary School angeschaut haben, hatten wir unsere „erste“ Begegnung mit den Kindern, die unglaublich süß und herzlich sind.

Am Anfang gab es noch die gewisse Scheu, die schnell gelegt war und wollte überhaupt nicht mehr von den Kindern weg.

Panorama
Panorama

Das Gelände von Lupila ist echt schön. Ich fand es richtig cool, dass wir dazu eingeladen worden sind, in das Gästebuch von Abkasa (dort waren wir in der Schule) und vom Pastor zu unterschreiben. Die Kinder im Kindergarten hatten ein Auto zum Spielen, ich find’s wichtig, denen zum Beispiel einen Ball und ein paar Springseile dort zu lassen!

Als nächstes gab es eine Tea-Time, danach haben wir unsere Workshop-Sachen gepackt und ab ging es zum Bus, der uns zur Lupila Secondary School gefahren hat. Mit dem Bus sind wir dann ca. 15 min zur Lupila Secondary School gehoppelt über kleine Hügel und eine wunderschöne Landschaft. Als dann endlich die Schule zu sehen war, ist die Aufregung im Bus gestiegen.

An der Schule wurden wir wieder sehr herzlich von Abkasa, dem Schulleiter begrüßt. Auch die Lehrer haben uns freudig am Bus empfangen und uns geholfen, die Materialen zu transportieren. Als nächstes wurden wir den Lehrern vorgestellt und auch die Lehrer haben sich einzeln uns vorgestellt. 
Langsam haben sich die Schüler draußen auf dem Platz vor dem Lehrerzimmer versammelt. Die Aufregung stieg und auch wir durften endlich raus und standen das erste Mal den Kindern gegenüber.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Warm-up mit Master Vittus

Die Stimmung war zuerst ein wenig verhalten, doch lockerte sich schnell,  nachdem die Kinder uns mit Liedern willkommen hießen und wir unsere Work Shops vorstellen durften. Die Kinder haben sich schnell in Gruppen in die verschiedenen Work Shops Tanz, Gesang, Kunst, Theater und Sport eingefunden und der Vormittag konnte beginnen. Ich war im Work Shop Sport und uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die Schüler anfingen, sich selbstständig an die verschiedenen Materialien heranzutasten und wir uns in vielen Spielen eingefunden hatten. Besonders das Regenbogentuch hat das Eis zum Schmelzen gebracht und uns, den Kindern und vor allem Herrn Seegers eine riesen Freude gemacht. Die Stimmung war sehr aufgelockert und sehr angenehm. Wir haben uns schnell einander gewöhnt und hatten eine Menge Spaß.

Nach 1 ½ Stunden Work Shops wurden wir mit dem Bus zurückgefahren, um Mittag zu essen. siebzehn glücklich grinsende „Kinder“ und zwei erleichterte Lehrer sind aus dem Bus ausgestiegen und haben sich auf den Nachmittag gefreut, an dem uns „Sports & Games“ bevorstand.

Zum Mittagessen gab es Reis und Fleisch. Um 16.00 fing das Programm von den Schülern und Lehrern aus Lupila an. Wir konnten uns aussuchen, ob wir Volleyball, Fußball oder Netball spielen wollten.  Ich bin zum Netball-Spielen  gegangen, hat super viel Spaß gemacht. Wir haben leider relativ schnell mit Netaball aufgehört und haben Wurf- und Fangspiele gespielt (was für beide Seiten einfacher zu erklären war).

Es bringt so viel Spaß mit denen zu spielen, oder selbst denen dabei zuzuschauen, weil alle einfach total lebensfroh sind. Die gute Laune ist natürlich ansteckend und man ertappt sich manchmal selber dabei, dass man die ganze Zeit strahlt.
Nach dem Abendessen setzten wir uns alle zur ersten „Abendrunde“ zusammen. Jeder erzählte kurz seine Eindrücke vom Tag. Alte Stories aus der Kindheit haben uns dann zum Abschluss des Tages reichlich zum Lachen gebracht. Wirklich müde, aber glücklich sind wir dann nach gewisser Zeit ins Bett gefallen.