Lions-Club Lebenslauf 2017

Am Samstag den 10.06.2017 sind Schüler der Lupilagruppe wieder den Lions-Lebenslauf im Volkspark gelaufen! Sie haben sich Sponsoren gesucht und haben insgesamt mehr als €2000 für die Lupilagruppe eingenommen.

Der Lions-Club hat den Betrag für uns großzügigerweise verdoppelt! Vielen Dank dafür und danke all den Läufern der Gruppe.

Ergebnisse der Augentestungen

Die Augentestungen, bei denen uns im Vorfeld die Augenarztpraxis von Herrn Dr. Kaupke in Blankenese vorbereitet hatte, waren ein voller Erfolg. Der Schulleiter schickte uns dieses Bild, welches die Schüler und ihre Eltern zeigt.

Wenn man genau hinsieht, kann man viele tolle Brillen sehen!

Es war eine tolle Reise

Vom 02.10. bis zum 09.10. haben wir unsere Partnerschule in Lupila besucht. Neben unseren interkulturellen Workshops, die das Ziel verfolgen, dass unsere Schüler die Schüler vor Ort besser kennen und verstehen lernen (und umgekehrt), haben wir diesmal in Kooperation mit der H.I.T.-Stiftung Augentestungen vorgenommen.

Der schulische Erfolg in Ländern mit wenig ausgeprägter Gesundheitsvorsorge wird oftmals von schlechter Sehkraft überschattet oder verhindert. Wir konnten so 19 der ca. 160 Schülern eine erste Brille finanzieren und so hoffentlich die schulischen Leistungen ermöglichen.

Auch konnten wir uns von den Fortschritten bei dem Bau der Dining-Hall / Assembly-Hall überzeugen. Es geht mit schnellen Schritten voran und die Spendengelder werden überaus konstruktiv eingesetzt.

Darüber hinaus haben wir auch eine Neuausrichtung unserer Partnerschaftsarbeit gemeinsam abgesprochen. Dazu aber später mehr.

Lions-Club Spendenlauf

Vielen Dank für die Teilnahme am Lions-Club-Spendenlauf 2016. Der Lions-Club wird unsere Spendeneinnahmen von  großzügig verdoppeln! Vielen Dank dafür. Hier noch ein paar Bilder von der Veranstaltung.

Austellungseröffnung an der HASPA-Blankenese

Am Donnerstag, den 5.11. fand bei uns die Ausstellungseröffnung zum Projekt »Ziegel für Lupila« statt. Die HASPA-Filiale Hamburg Blankenese hat ihre Räume im ersten Stock für ein Fotos und Infobanner zur Verfügung gestellt. Die Schüler haben Vorträge über unsere Gruppe, das Projekt und die letzte Reise gehalten und wir konnten viele Besucher in Gesprächen über unsere Gruppenarbeit und den Wert des Projekts informieren.

Vielen Dank auch an die Spender! Sie haben uns wirklich geholfen, das Projekt weiter zu bringen.

Grossmann & Berger setzen den Grundstein!

Die Firma Grossmann & Berger hat mit zehn Ziegeln den Grundstein für die Dining Hall gelegt und damit auch den Startschuss für unser Spendenprojekt gegeben.

Herr Maak von Grossmann & Berger sagte dazu:

„Uns hat das Projekt überzeugt, weil es gleich auf mehreren Wegen Gutes leistet. Die meisten Schüler des Gymnasiums wachsen in einem privilegierten Umfeld auf, ohne sich dessen bewusst zu sein. Durch das Projekt erfahren sie, mit wie wenig Gleichaltrige auskommen müssen und auch können und wie wichtig Bildung und interkulturelle Offenheit sind. Das Projekt ist sozusagen eine ‚Schule fürs Leben‘. Den Schülern in Tansania wiederum eröffnen sich so bessere Entwicklungsmöglichkeiten. Sie können sich mehr auf ihre Bildung konzentrieren und so langfristig ihre Familien besser unterstützen.“

Vielen Dank für die Unterstützung!

Schauen Sie für weitere Unterstützer auch in unserer Hall of Fame! vorbei.

Vorbereitung für unsere Infoabende

Zur Zeit ist die Lupilagruppe in heller Aufregung! Wir bereiten zwei Infoabende vor. Zum einen eine Ausstellung in der Blankeneser HASPA am 5.11.2015 um 18:30h und zum anderen einen Elternabend am Gymnasium Blankenese am 10.11.2015 um 19h. Beide werden spannend – also merken Sie sich einen vor!

Hier sehen Sie unsere Arbeit an dem Modell für »Ziegel für Lupila«.

IMG-20151014-WA0001

IMG-20151014-WA0002

 

 

 

Tag 9 – Generalprobe und Präsentation der Workshops

8:00 Uhr morgens: die Sonne, welche langsam ihre neue, impulsive Energie stolz präsentierte, vertrieb langsam den nächtlichen Tau und die Kälte. Der letzte Tag war angebrochen!

Die Gruppe war erschöpft und geschwächt durch die harte Arbeit innerhalb der Workshops und aufgrund von plötzlichen Infekten, welcher ein paar von uns kurzzeitig die helfende Hand lähmte und unfähig machten sich zu bewegen. Doch solche Zwischenfälle erschöpften den Kampfgeist und den Willen der Gruppe etwas zu ändern bei Weitem nicht.

Nach dem Frühstück ging es zur Secondary School um die Aufführung endgültig zu erproben. Pulsierende, temperamentvolle und emotionale Gesänge und Tänze ließen den von toten, verstaubten Gräsern geprägten Boden zum Leben erwecken. Es war schön kühl und der Wind pfiff durch die Bananenstauden, Häuser, vorbei an dem Fahnenmast, welcher die tansanische Flagge hielt bis hin zum Regenbogentuch, welches sich wie ein Segel aufbäumte und den Ball, welcher im Tuch sich zu befreien versuchte, in die Lüfte warf.

Um 12:00 Uhr war es soweit! Die Bühne, bestehend aus einer aus ein paar Planken gezimmerter Erhöhung, welche von Unkraut und Feuchtigkeit langsam morsch und brüchig wurde, wurde geschmückt von den Ergebnissen des Kunstworkshops, welche das morsche Holz überdeckten und veredelten. Vor allem das riesige Tuch, welches die Partnerschaft mit der Aufschrift „Lupila – Blankenese“ und vielen bunten Handabdrücken der Schüler der Secondary School und unserer Gruppe nochmals deutlich repräsentierte.

Die Aufführungen begannen! Jede einzelne Präsentation war für sich einzigartig und es machte Spaß dabei zuzuschauen.

Am Nachmittag nach unserem letzten Mittagessen in Lupila konnten wir uns wieder gehörig auf dem riesigen Schulhof der Secondary School durch „Sport and Games“ austoben. Die Temperatur war perfekt für uns noch nicht ganz hitzeresistente Europäer und dies spiegelte sich deutlich in dem spannenden Volleyballspielen wieder, die Herr Seegers und ich (Justus) mit unserem Team eins nach dem anderen gewannen.

Doch nun war es soweit: Abschied nehmen!

P., welche sich, umgeben von kleinen, tansanischen Zwergen, pudelwohl fühlte, fiel es, wie jedem von uns, schwer in den Bus zu steigen um zurück zum Jimbo zu fahren.

Die der Schüler (aus Lupila) verstanden zur Hälfte nicht warum wir jetzt fuhren und waren zum Teil sauer. Zum Teil ohne Schuhe fuhren wir zurück, da wir diese dort gelassen hatten, um dort einen Schüler sicher seinen Weg im Leben gehen lassen zu können.

Kinder aus dem Dorf
Kinder aus dem Dorf

An diesem letzten Abend aßen wir nicht wie gewöhnlich im Jimbo, sondern machten uns auf den Weg zum Waisenhaus, wo bereits ein Festmahl auf uns wartete. Angekommen war die Stimmung anfangs recht bedrückend, noch mit dem Erlebnis der Begegnung mit der alten Frau im Hinterkopf und mit dem Wissen, dass Kinder die hier im Waisenhaus leben ebenfalls keine Eltern mehr haben, die sich um sie kümmern und ihnen Liebe schenken können, wo der Verlust bei manchen noch sehr frisch ist und die Wunde der Trauer und Fassungslosigkeit noch viele Jahre braucht um zu verheilen. Chrissi, welche den 16-jährigen Michael schon nach der ersten Begegnung ins Herz geschlossen hatte, erkannte ihn dort im Waisenhaus wieder und brach emotional in Tränen aus. Ein Ort der solch eine Menge von Emotionen täglich mit sich trägt.

Das Abendmahl jedoch hieß einen kurz Vergessen: Wir aßen zusammen bei Kerzenschein am Tisch und unterhielten uns eifrig und aßen ein mit Liebe zubereitetes Mahl mit Nudeln und frisch geschlachteten Hühnern.

Die Geschenke, welche wir mitbrachten, lagen wie zu Weinachten in einer Ecke aufgehäuft. Die Kinder erfreuten sich sehr über die Seifenblasen und verabschiedeten uns unglaublich liebevoll und voller Dank. Die großen Mühen der „Mamas“ und der Fürsorglichkeit des gesamten Dorfes war uns jedoch etwas unwohl. Aber war uns gerade deshalb bewusst, dass wir hier waren um diesen Menschen zu helfen, damit sie eine bessere Zukunft haben in der sie ein besseres Leben führen können. Die ersten Ansätze an unserer Partnerschule zu machen ist der richtige Weg um die Zukunft besser zu machen, da Bildung das ist was das Wohl einer Gemeinschaft prägt. (Und nicht zu vergessen: die „Lieben“ zueinander.)

Wir konnten nun mit einem guten Gewissen zu Bett gehen, über das nachdenken was wir alles erlebt hatten und das Ganze langsam zu verarbeiten. […]

Eine Reise, die bis hierhin schon einzigartig war und einen erfahrener und reifer werden ließ.

Ein Dorf welches auf unsere Hilfe anwiesen ist und selbst Energie und Ideen in sich birgt.

Tag 8 – Kirche und Waisenhaus

Der Sonntag in Lupila fing zuerst recht ruhig an. Allerdings haben wir uns dann pünktlich beim Bus getroffen, um rechtzeitig bei der Kirche zum Gottesdienst da zu sein. Da die eigentliche (große) Kirche gerade saniert wird, haben wir uns in einer etwas älteren und viel kleinere Kirche getroffen. Viele Leute haben sich deshalb draußen um die Kirche herum gesetzt, weil sonst nicht mehr genug Platz da war.

[S]o lebensfroh hatten wir uns den Gottesdienst nicht vorgestellt. Es wurde natürlich viel gebetet, Geschichten vorgelesen und gesungen, aber alles geschah mit sehr viel Lebensfreude und Kraft. Viele Lieder wurden im Kanon gesungen, teilweise wurde Trommeln zusätzlich verwendet. Das würde es bei uns niemals geben. Der Pastor hat für uns regelmäßig übersetzt und uns nochmal herzlich Willkommen geheißen.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der über zwei Stunden gedauert hat, haben sich alle Draußen versammelt. Es wurde ein bisschen Essen verteilt und wir haben uns verabschiedet.

Nachdem wir dann wieder zurück gefahren waren und Mittag gegessen haben, hatten wir wie immer ein bisschen Freizeit.

Am späten Nachmittag, so gegen fünf Uhr, ist eine Gruppe von uns zusammen mit Herrn Seegers zum Waisenhaus gegangen. Das Waisenhaus besteht aus mehreren kleinen Gebäuden. In einem winzigen Haus, lebte eine Großmutter mit zwei Einzelkindern. Die Eltern der Kinder lebten nicht mehr. Der Vater war vor einiger Zeit gestorben und seine Mutter hatte sich eine Woche zuvor umgebracht. Die Großmutter selbst, war schon so alt und schwach, dass sie nur im Bett liegen kann und normalerweise nicht aufsteht. Besonders das kleine Kind war sehr traurig und zurückhaltend.

Bevor wir losgegangen waren, hatten wir einigen an Geld gesammelt um dieses eigentlich dem Waisenhaus zu geben. Aufgrund der Situation der Familie, haben wir es der alten Dame geschenkt. Diese hat sich unglaublich doll darüber gefreut und war zutiefst dankbar. Auch wenn es für uns nur eine kleine Summe an Geld war, kann sie davon lange sich selbst und ihre Enkelkinder ernähren.

Den anderen Waisenkindern, die wir danach noch besucht haben, haben von uns kleine Geschenke wie Socken, Luftballons oder Bleistifte bekommen. Eine Dame, die dort arbeitet und für die Kinder eine Ersatzmutter ist, macht einen tollen Job und ist immer für die Kinder da.

Abends beim Blitzlicht war die Stimmung dann sehr bedrückend. Die Situation der einen Familie hatte alle besonders doll mitgenommen und das musste jetzt erst einmal verarbeitet werden.

Tag 7 – (k)ein freier Tag

Der erste Tag ohne Workshops!

Nach einem reichhaltigem Frühstück (etwas früher als sonst) fuhren wir nach Ludilo um uns eine Ausbildungsstätte anzusehen, sowie das Wasserwerk welches die Lupilagruppe 2012 gebaut hatte. Der Hin-und Rückweg war abenteuerlicher als erwartet: Der Weg zum Wasserwerk war mehr ein sehr schmaler Trampelpfad als ein Weg. Nachdem wir eine ganze Weile bis zum Wasserwerk gelaufen waren, erzählte uns unser Führer etwas über den Bach und die Geschichte des Wasserwerkes.

Danach kletterten wir (wieder auf dem Trampelpfad) den Hang hinauf, bis zu einem Damm und von dort aus weiter (ohne Pfad, einfach durch die Natur) bis zu der Stelle, an der in Zukunft ein größeres Wasserwerk gebaut werden sollte durch welches ein großer Bereich mit Strom versorgt werden könnte.

Nachdem wir wieder zum Bus gelaufen waren fuhren wir eine Weile bis wir an einem sehr steilen Weg abgesetzt wurden, der einen Berg hinaufführte. Der Weg führte zur Quelle die die Lupila Secondary School versorgt. Aufgrund der Mittagshitze und der eher dünnen Luft wären viele von uns am liebsten wieder heruntergerollt. Als wir oben ankamen, waren wir überrascht viel Schüler der Seconday School zu sehen.

Die Schüler rannten den Berg auf der anderen Seite herunter, während wir Meter für Meter (den übrigens sehr steilen Hang) herunterklettern.

Abkasa Ngwale
Abkasa Ngwale

Unten angekommen trafen wir auf noch mehr Schüler und überraschender Weise auf Abkasa, den Schulleiter der Secondary School, der uns alles Wissenswerte über die Quelle und Wasserversorgung erzählte. Es stellte sich heraus, dass wir (wie zu erwarten) den Berg wieder hoch mussten um zum Bus zu kommen. Aufgrund unserer körperlichen Zustände (und beschränkter Atmung) nachdem wir wieder hochgelaufen waren, hatten wir Zeit um die wunderschöne Aussicht zu genießen (von diesem Punkt aus konnte man die Schule sehen). Der Weg zum Bus war sehr erfreulich, da es bergab ging. Während wir zurückfuhren war es sehr still, da wirklich jeder  (außer vielleicht der Busfahrer) völlig fertig war.

Den Nachmittag über ruhten sich die Meisten aus, schreiben Tagebuch, spielten Karten oder fielen in einen Tiefschlaf. Diese Atempause tat jedem von uns gut, da diese Reise doch anstrengender ist als es scheinen mag.