Mitteilung des Schulvereins

Stellungnahme des Vorstandes des Schulvereins Gymnasium Blankenese e.V. zu dem am 17.02.2021 erschienen Artikel in der Bild Zeitung:

Liebe Schulgemeinde des Gymnasium Blankenese,

da der Schulverein in dem Artikel der Bild Zeitung erwähnt wird und dort Unwahrheiten verbreitet werden, nimmt der Vorstand des Schulvereins dazu wie folgt Stellung:

Gemäß § 8 der Satzung ist auch ein Mitglied der Schulleitung im Vorstand vertreten. Das ist in der Vergangenheit immer der Schulleiter bzw. die Schulleiterin gewesen.

Unregelmäßig, aber meistens nach den Herbstferien, wird eine sogenannte Vergabesitzung durchgeführt. Dort stellt die Schulleitung die Wünsche des Kollegiums oder der Eltern vor und entscheidet, welche Projekte vom Schulverein für unterstützungswürdig befunden werden. In den letzten Jahren hatte der Schulverein immer genügend Mittel angesammelt, um alle Projekte, die vorgeschlagen wurden, zu unterstützen.  Auch im Herbst 2018 fand eine derartige Sitzung statt. Anwesend waren der damalige Vorsitzende des Schulvereins, Herr Michael Jeltsch, sowie der Kassenwart Herr Oliver Kosanke, der Schulleiter, Herr Joachim Hagner, und ein Beisitzer. Es wurde ausführlich über die vorgeschlagenen Projekte diskutiert, u.a. über den Ankauf einer CD/DVD-Sammlung und eines größeren Buchbestandes aus Privatbesitz, für den, wie in solchen Fällen üblich, ein Pauschalpreis – in diesem Fall in der Höhe der Hälfte des Neupreises des jeweiligen Buches – festgelegt wurde.

Am Ende der Diskussion stimmten die anwesenden Vorstandsmitglieder allen Vorschlägen zu. Gemäß § 8 war der Beschluss damit satzungsgemäß zustande gekommen. Die Anschaffungen entsprachen alle dem Zweck des Vereins gemäß § 2 der Satzung. Herr Hagner wurde beauftragt, die Ankäufe im Namen und für Rechnung des Schulvereins abzuwickeln.

So wurde denn am 01.11.2018, also nach obigem Beschluss und nach Erhalt, der Ankaufsbetrag von € 6041,00 für die 756 CDs und 301 DVDs direkt vom Schulverein an den Verkäufer überwiesen; die Quittung liegt vor. Zeitlich später wurde am 23.03.2019 Herrn Hagner die Auslage der Anzahlung von € 5000,00 für das Bucharchiv erstattet; die Quittung über den Erhalt des Betrages vom Verkäufer liegt vor. Es bleibt zu erwähnen, dass in dem Jahr 2018/2019 insgesamt € 21.532,06 an die Schule an Unterstützungsleistungen geflossen sind. So wurden u.a.  noch die Ausstattung des Oberstufenraumes, die Bekleidung der Schulsanitäter und der Medienscouts, die Reise der Klassensprecher mit den Schulsprechern und die Technik für die Aula bezahlt.

Am 13. September 2019 haben die beiden Kassenprüfer das Protokoll der Rechnungsprüfung für das Geschäftsjahr vom 01.08.2018 – 31.07.2019 ohne Beanstandungen unterschrieben und vorgeschlagen, die Abrechnung zu genehmigen und dem Vorstand die Entlastung zu erteilen.

Am 17.09.2019 fand die Mitgliederversammlung statt. Die oben erwähnte Jahresrechnung wurde genehmigt und der Vorstand bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig entlastet.

Damit waren für den Vorstand die beiden jetzt in Rede stehenden Angelegenheiten genehmigt, es war nur noch die zweite Rate nach finaler Sichtung der Bücher ausstehend. Erst danach wurde die Restsumme von € 9138,53 nach Auslage durch Herrn Hagner am 09.06.2020 bezahlt. Die Quittung vom Verkäufer über den Erhalt des Betrages ist vorhanden.

Das Geschäftsjahr 2019/2020 wurde von einem Kassenprüfer am 31.08.2020 geprüft und von ihm der Vorschlag zur Genehmigung und Entlastung, wie im Vorjahr ohne Beanstandungen, schriftlich gemacht. Der andere Kassenprüfer hat am 08.09.2020 seine Prüfung abgeschlossen und den Beleg über den Erhalt der zweiten Rate formal beanstandet, weil der Beleg zum Zeitpunkt der Prüfung nicht im Original vorlag. Aus diesem Grund hat er die Entlastung des Vorstands  nicht empfohlen. Er verkennt allerdings, dass es sich nur um die Beendigung eines bereits genehmigten Vorganges aus dem vorherigen Wirtschaftsjahr handelt und dass der Vorstand auch diese Restzahlung ausdrücklich genehmigte.

Die Mitgliederversammlung für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 ist weiterhin ausstehend, das Vereinsregister darüber informiert. Die Versammlung soll bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit nachgeholt werden.

Im Übrigen wurde angeboten, jedem interessierten Mitglied einen Jahresabschluss zu übersenden. Es kam auch ein Informationsgespräch über die Angelegenheit mit mehreren Mitgliedern des Schulvereins zustande, einmal im Büro des Kassenwartes und dann in der Schule am 25.11.2020 mit Vertretern des Vorstandes, darunter die Herren Hagner und Jeltsch, 4 Mitgliedern des Vereines und einem der beiden Kassenprüfer. Dabei wurden die erworbenen Bücher, CDs und DVDs in Augenschein genommen und von Herrn Hagner noch einmal ausführlich Ideen zur späteren Nutzung der Anschaffungen erläutert.

Zusammenfassung:

Es ist unwahr, dass der Schulleiter die Bücher und CDs angekauft hat. Angekauft hat diese der Schulverein. Herr Hagner hat den Kauf lediglich im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Schulverein abgewickelt.

Es ist unwahr, dass „einigen eine ‚Quittung‘ über einen Teilbetrag“ nicht ausgereicht hätte. Tatsächlich hat ein Kassenprüfer eine Quittung formal beanstandet, weil sie nicht im Original vorlag.

Es ist nach Meinung des Vorstands des Schulvereins ebenfalls nicht richtig, dass die Medien zu einem überhöhten Preis angekauft wurden. Der Vorstand wird auf der nächsten Mitgliederversammlung die Bestellung eines externen Gutachters zur Abstimmung stellen.

Der Vorstand prüft in dem Zusammenhang auch die Möglichkeit, noch vor den Maiferien eine außerordentliche digitale Mitgliederversammlung durchzuführen.

Wahr ist, dass durch die Indiskretion und das unzulässige Weitergeben von vertraulichen und teilweise falschen Informationen über den Mitgliederkreis hinaus nicht nur der Schulleiter diskreditiert wird, sondern auch alle anderen ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes.

Die unwahren Anschuldigungen sind ein beklagenswertes Vorgehen, das auf das Schärfste verurteilt wird.

Der Vorstand des Schulvereins behält sich in dieser Angelegenheit insbesondere auch strafrechtliche Schritte vor.

Hamburg, den 18.02.2021

Der Vorstand des Schulvereins des Gymnasium Blankenese e.V.